Glossar: Die wichtigsten erotischen Begriffe und Abkürzungen auf einen Blick

Kennen Sie den Unterschied zwischen "Dogging" und "Doggy Style"? Und stehen Sie mehr auf "69" oder "T6"? Wer hier passen muss, ist in unserem Glossar genau richtig! Die Definitionen der wichtigsten erotischen Begriffe und Abkürzungen - zum Nachschlagen und vielleicht auch als Anregung für Ihr nächstes Casual Date? Viel Spaß beim Stöbern!

69

69 ist die Bezeichnung für eine Sexstellung, die häufig während des Vorspiels praktiziert wird. Bei der 69 befriedigen sich beide Partner gleichzeitig oral, während sie auf der Seite liegen. Dabei legt sich einer der beiden verkehrt herum hin, sodass beide das Becken des anderen vor dem Gesicht haben. Durch die dabei leicht gekrümmte Haltung, die dadurch zustande kommt, erinnert das Ensemble von oben betrachtet an die Zahl 69.

a/p

Abkürzung für: aktiv/passiv

Definition: Überwiegend gebräuchlich unter homosexuellen Männern, bezeichnet diese Buchstabenkombination, wer den überwiegend aktiven oder passiven Part übernimmt. A/p steht für "Ich übernehme den aktiven Part"; a/P steht für "Ich übernehme den passiven Part".

Adult Baby

Mit Adult Baby wird ein Rollenspiel bezeichnet, bei dem die Beteiligten selbst entweder die Rolle eines erwachsenen Babys einnehmen oder einen sogenannten Windelfetisch ausleben. Hierbei haben Adult Baby Player keinerlei Interesse an tatsächlichen Kindern, sondern verknüpfen mit Tätigkeiten wie Wickeln, Füttern oder in den Schlaf wiegen lediglich eine gewisse Erotik. Häufig besteht der Fetisch von Adult Baby Playern darin, selbst gewickelt, gefüttert und wie ein Baby behandelt zu werden. Adult Baby Play ist eine Spielart des sogenannten Age Play. Bei Männern, die Adult Baby Play bevorzugen, steht meist der direkte Lustgewinn im Vordergrund. Frauen hingegen bevorzugen Adult Baby Play wegen des intensiven Beziehungserlebnisses mit ihrem Partner.

Age Play

Bei dem sogenannten Age Play handelt es sich um ein erotisches Rollenspiel, in dem die Beteiligten vorgeben, ein Lebensalter zu haben, das von ihrem tatsächlichen Alter abweicht. Neben dem Adult Baby bevorzugen viele auch die Fantasie der heissen Hausfrau Mitte 50 oder die Vorstellung des reichen, aber bereits stark gealterten Geschäftsmannes. Besonders die Aspekte Dominanz und Ohnmacht verleihen dem Age Play seinen besonderen Reiz, weshalb man es gemeinhin auch zu den BDSM Praktiken zählt.

Aphrodisiakum/Aphrodisiaka

Aphrodisiaka bezeichnen gemeinhin alles, was Menschen in sexuelle Erregung versetzt. Besonders häufig fällt der Begriff Aphrodisiakum in Zusammenhang mit Lebensmitteln wie Austern oder Schlagsahne. Während manche Aphrodisiaka das Gegenüber jetzt und sofort in Erregung versetzen und damit das Date zu einem krönenden Abschluss bringen sollen, wird das eine oder andere Aphrodisiakum langfristig benutzt, um die Libido dauerhaft zu steigern. Der Name Aphrodisiakum leitet sich dabei von dem Namen der griechischen Göttin Aphrodite ab und bedeutet übersetzt so viel wie "Liebesgenuss". Noch heute sagt man vielen Pflanzen, Getränken, Drogen, Lebensmitteln und Gegenständen eine erregende Wirkung nach, die allerdings in klinischen Tests bislang nicht belegt werden konnte. Da bleibt wohl nur: Versuch macht klug.

Auditeur, Auditeurismus

Bei Auditeurismus isst nicht das Auge, sondern das Ohr mit. Der Auditeur hat eine Vorliebe für die akustischen Begleiterscheinungen des Geschlechtsverkehrs. Während der Voyeur andere gerne beobachtet, geht der Auditeur seiner Neigung lieber nach, indem er andere belauscht. Je lauter das Liebesspiel ist, desto zufriedener ist der Auditeur. Er selbst hingegen hat selten ausgeprägte Triebe und legt wenig Wert auf einen tatsächlichen Höhepunkt.

Auflegevibrator

Der Auflegevibrator ist ein Sexspielzeug. Die meisten Auflegevibratoren sind für Frauen erhältlich und werden dafür eingesetzt, die Klitoris durch regelbare Vibrationen zu stimulieren. Während der ganz einfache Auflegevibrator mit nur einer Vibrationsstufe erhältlich ist, können teurere Modelle stufenlos reguliert werden. Manche Modelle sind sogar mit einer Fernbedienung erhältlich. Besonders während des Vorspiels kommen Auflegevibratoren zum Einsatz, um klitorale Orgasmen herbei zu führen. Für Abenteuerlustige entwickeln Auflegevibratoren mit Fernbedienung einen besonderen Reiz. Ob eine anregende Zugreise oder das Ausliefern in fremde Hände mitten im Restaurant - viele Modelle kommen mit besonders leisem Motor daher. 

Autoerotik

Bei der Autoerotik handelt es sich um eine Sexpraktik, die sich ganz um die eigene Person dreht. Selbstbefriedigung ist in der Regel die erste sexuelle Erfahrung, die Menschen machen, und bildet die Grundvoraussetzung für eine erfüllte Sexualität. Bei der Autoerotik werden die eigenen Geschlechtsteile so manipuliert, dass sich ein grösstmögliches, sexuelles Erleben einstellt. Auch bekannt ist die Autoerotik aus dem sogenannten "autoerotischen Unfall". Hierbei kommt es durch die Selbstbefriedigung zu einer Verletzung durch Quetschung oder Luftnot.

BBB

Abkürzung für: "Bart, Bauch, Brille"

Definition: BBB nutzen Männer häufig zur Beschreibung ihres Typs. Frauen nutzen die Abkürzung im Zusammenhang mit "gerne BBB" oder "no BBB" und beschreiben so, ob sie diesen Männertyp suchen oder nicht suchen.

BDSM

Abkürzung für Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism. (Fesselung & Disziplinierung, Dominanz & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus).

Definiton: Bei BDSM handelt es sich um eine Gruppierung sexueller Vorlieben, die sich allesamt um Beherrschen und Beherrschtwerden sowie um Lusterfahrungen durch Schmerzen und Verletzungen drehen. Hierbei versteht sich ein Part als Herr oder Herrin, während der andere sich selbst als Lustsklave versteht. Gemeinsam haben Anhänger dieser Vorlieben meist nicht nur die Freude an Grenzerfahrungen, sondern auch die Vorliebe für Lack und Leder.

Im Detail setzt sich BDSM aus folgenden Spielarten zusammen:

B & D ist die Abkürzung für Bondage and Discipline (Fesselung und Disziplinierung)

Definition: Bondage ist die Kunst des Lustgewinns durch Fesselung. Hierbei lässt sich einer der Partner mit Handschellen, Lederriemen oder anderen, geeigneten Gegenständen bis zur völligen Paralyse fesseln. Der Reiz ist das absolute Ausgeliefertsein. In Kombination mit Bondage üben viele BDSM-Liebhaber zudem die Discipline, die Disziplinierung aus. Dies beschreibt die Praxis, den Partner mit der Hand oder anderen Gegenständen zu verletzen und so sein Lustempfinden zu steigern. Bondage und Discipline werden häufig verschmolzen angewandt, können aber auch einzeln praktiziert werden.

D & S ist die Abkürzung für Dominance and Submission (Beherrschung und Unterwerfung)

Definition: Bei Dominance and Submission findet sich die oben beschriebene Herren-Sklaven-Kombination wieder. Besonders wichtiger Aspekt dieses Fetischs ist das Machtgefälle zwischen beiden Partnern. Bei Dominance and Submission geht es folglich eher um die psychische Komponente des BDSM. Vor allem Personen, die im Alltag viel Verantwortung tragen und leitende Positionen bekleiden, finden als devoter Part in D & S Spielen einen erotischen Ausgleich zu ihrem gewöhnlichen Leben.

S & M ist die Abkürzung für Sadism and Masochism (Sadismus und Masochismus)

Definition: S & M stellt im Gegensatz zu D & S die körperliche Komponente des BDSM in den Fokus und konzentriert sich auf den Lustgewinn durch Schmerz. Anders als bei B & D geht es nicht bloss darum, dem anderen durch körperliche Züchtigung seine Grenzen aufzuzeigen, sondern S & M ist konkret auf die Schmerzerfahrung ausgerichtet. Dabei erleben beide - sowohl der Verletzende als auch der Verletzte - sexuelle Stimulation durch gegenseitige Verletzung. Während Discipline durchaus Elemente des Sadomasochismus aufweist, sind beide Praxen konkret durch die durchgeführten Praktiken voneinander zu unterscheiden. Bei B & D stehen Schläge durchaus im Vordergrund, während bei S & M allerlei Praktiken, die zur Schmerzerfahrung führen, angewandt werden. Üblich ist beispielsweise das leichte Verbrennen der Haut mit heissem Kerzenwachs.

Benching

Beim sogenannten Benching handelt es sich um einen Lifestyle, der sich durch einen Mangel an Verbindlichkeit auszeichnet. Hierbei geht die Weigerung, die Beziehung über das Stadium des ersten Kennenlernens hinausgehen zu lassen, meist nur von einer Seite aus. Statt sich auf ein oder mehrere Dates einzulassen, hält derjenige, der sich für das Benching entschieden hat, sein Gegenüber hin, schiebt ihn "auf die lange Bank". Daher der Name dieses neuen Dating-Phänomens. Dabei wird man allerdings nicht von der Leine gelassen. Durch unverbindliche Textnachrichten, einen Strauss Blumen oder einen überraschend vorbei geschickten Kaffee bekommt man das Gefühl, im Leben des anderen nach wie vor eine Option zu sein. Typisch für Benching ist, dass in Gesprächen immer wieder das bereits für Ted Mosby in "How I met your mother" verheerende "Noch nicht" fällt.

Black Snake

Die Black Snake ist ein Sexspielzeug für Männer, welches sich diese in die Harnröhre einführen. Damit gehört die Black Snake zu den Hilfmitteln der sogenannten urethralen Stimulation. Diese ist auch als Cockstuffing bekannt und wird dem BDSM zugeordnet. Die Black Snake ist ein langer, schmaler Stab, welcher an der Spitze über einen Metallring verfügt. Dieser wird um die Eichel gelegt. Häufig ist an diesem Ring eine Kugel befestigt, welche die Sehne zwischen Eichel und Vorhaut stimuliert. Auf diese Weise erfährt Mann beim Sex sowohl eine innere als auch äussere Stimulation. Häufig nutzen Männer die Black Snake während des Vorspiels oder zur Masturbation.

Bondage

Bondage, übersetzt mit Fesselung, ist eine Sexpraktik, die im Allgemeinen zum BDSM gezählt wird. Hierbei ist das Ziel, durch enge Fesselung einen möglichst grossen Lustgewinn zu erzielen. Der Reiz des Bondage liegt in dem absoluten Kontrollverlust, den derjenige, der festgebunden wird, erfährt. Der Grad der Auslieferung wird dabei unter den Partnern individuell abgestimmt. Während für manch einen bereits die Plüschhandschellen am Bettpfosten den ultimativen Kick bedeuten, erfährt der andere erst sexuelle Erregung, sobald er eingeschnürt ist wie ein Paket. Vor dem Erfolg einer bekannten, amerikanischen Erotikromanreihe rund um den fiktiven Christian Grey war Bondage ein eher im Verborgenen ausgeführter Fetisch. Seitdem Mr. Grey weltweit die Kinosäle füllte, erproben sich immer mehr Paare und Experimentierfreudige an der ursprünglich dem BDSM entliehenen Technik.

Butterfly

Der Butterfly ist ein Sexspielzeug, das seinen Namen aufgrund der Ähnlichkeit mit einem Schmetterling erhalten hat. Häufig handelt es sich hierbei um einen kleinen Vibrator zum Umschnallen, der den Damen der Schöpfung nicht nur innere, sondern auch äussere Stimulation zuteil werden lässt. Durch einen kleinen Dildo vibriert der Butterfly von innen, während er durch die Aufliegefläche aussen die Klitoris stimuliert. Für den perfekten Sitz ist der Butterfly häufig mit Lederriemen zum Umschnallen erhältlich. Zusätzlich sorgen kleine Motoren für stufenlose Vibrationsregelung. Für manch eine vielreisende Geschäftsfrau hat sich der Butterfly schon als perfekter Begleiter für unterwegs entpuppt.

Chinesische Schlittenfahrt

Die Chinesische Schlittenfahrt bezeichnet eine Sexstellung, die während des Vaginalverkehrs vollzogen wird. Im Grunde ist die Chinesische Schlittenfahrt eine Abwandlung der Missionarsstellung. Die Chinesen, Urheber dieser Sexstellung, versprechen sich davon intensivere Orgasmen vor allem für die Frau, weil durch den Winkel der Penetration der G-Punkt besser erreicht werden soll. Um die Chinesische Schlittenfahrt zu praktizieren, legt sich die Frau auf den Rücken vor den Mann. Dieser geht in die Hocke und hebt das Becken seiner Liebsten auf seine Oberschenkel. Nun führt er den Penis in sie hinein. Dabei wird der Penis so in die Vagina eingeführt, dass der Mann zwischen den Schenkeln der Frau kniet. Um die Chinesische Schlittenfahrt besser praktizieren zu können, greifen viele Paare zu Liebesschaukeln oder ähnlichen slingähnlichen Konstruktionen.

Chinesische Schubkarre

Bei der Chinesischen Schubkarre handelt es sich um eine Sexstellung, die der Chinesischen Schlittenfahrt recht ähnlich ist. Hierfür legt sich die Frau auf den Rücken vor den Mann und stellt ihre Beine gespreizt auf. So hebt sie ihrem Gegenüber das Becken entgegen und ermöglicht es dem Mann, zwischen ihren Schenkeln kniend in sie hinein zu dringen. Für eine bessere Stabilität während des Aktes legt er seine Hände an ihre Hüften, während sie sich mit ihren Händen an seinen Oberschenkeln festhält. Auf diese Weise kann er nicht nur besonders tief in sie hineindringen, sondern auch der G-Punkt soll besonders effektiv stimuliert werden.

Copacabana

Mit Copacabana ist in diesem Kontext nicht etwa der Stadtteil von Rio de Janeiro gemeint, sondern eine Sexstellung, bei der die Frau oben sitzt. Hierbei sitzt sie auf dem Becken des Mannes und lässt seinen Penis in sich hineindringen. Im Gegensatz zur Reiterstellung hebt die Frau nun nicht zu heftigen Stössen auf und ab, sondern lässt ihre Hüften rhythmisch kreisen. Die Frau allein bestimmt dabei das Tempo und die Intensität der Penetration. Weil die Kontrolle in dieser Position allein bei ihr liegt, ist die Copacabana Sexstellung bei Frauen besonders beliebt.

Cougar

Im englischen Slang bezeichnet der Begriff Cougar ältere Frauen, die auf der Suche nach einem wesentlich jüngeren Mann für eine Beziehung oder ein sexuelles Abenteuer sind. Dabei bedeutet Cougar übersetzt "Puma" oder "Silberlöwin" und spielt damit auf die häufig grauen oder silberfarbenen Haare von Frauen jenseits der 50 an. Woher genau die Verwendung des Begriffes in diesem Kontext stammt, ist unklar. Populär wurde Cougar als Bezeichnung für ältere Frauen auf der Jagd nach wesentlich jüngeren Sexualpartnern allerdings in den 1980er Jahren, als die Spieler des kanadischen Eishockeyteams Vancouver Canucks diese Verwendung prägten. Sie bezeichneten die älteren Single-Frauen, die den Spielern nachstellten, als Cougars.

Cross Dressing

Cross Dressing bezeichnet die Vorliebe, explizit die Kleidung des anderen Geschlechts zu tragen. Wenn also Männer sich in Frauenkleider begeben oder Frauen die Kleidung von Männern tragen und dies regelmässig tun, spricht man von einer Neigung zum Cross Dressing. Die Gründe, aus welchen dieser Vorliebe nachgegangen wird, können ganz unterschiedlicher Natur sein. Überlicherweise kann Cross Dressing ein blosses Verkleiden sein, ein Protest gegen Geschlechterstereotype oder sogar der Ausdruck dessen, dass man sich tatsächlich dem anderen Geschlecht zuordnet. Manchmal ist Cross Dressing auch bloss die Äusserung des individuellen Modegeschmacks. In den frühren 1970er Jahren sollte die Bezeichnung Cross Dressing die Vorliebe heterosexueller Männer vom Transvestivismus oder einem transvestischen Fetisch abgrenzen. Mittlerweile wird Cross Dressing einer Person, die sich tatsächlich dem anderen Geschlecht zuordnet, dem Transgender zugerechnet. Alle anderen Formen des Cross Dressing zählen hingegen nicht zum Transgender.

Cuckold, Cuckolding, Cuckquean

Cuckold oder Cuckolding bezeichnet eine Sexpraktik, bei der ein Mann seine Partnerin beim Fremdgehen beobachtet, ohne selbst an den sexuellen Handlungen teilzunehmen. Auch im Rahmen eines Rollenspiels nimmt der Cuckold eine Rolle ein - entweder als dominanter Part oder in devoter Position, wie die eines Gefangenen oder Sklaven. Eine Frau, die ihren Partern beim Fremdgehen beobachtet, wird als Cuckquean bezeichnet. Cuckolding als sexuelle Praxis stammt ursprünglich aus dem BDSM und konzentriert sich auf den Lustgewinn dadurch, seinen Partner oder intimen Kontakt bei sexuellen Handlungen mit einem Dritten, meist jemand Fremdem, zu beobachten. Je nach Spielart ist der Cuckold entweder in der dominanten Position des Befehlsgebers, in der voyeuristischen Perspektive des Beobachters oder er wird zum devoten Sklaven.

Cybersex

Als Cybersex wird jede Form des digitalen Sex bezeichnet, der mit Hilfe eines Computers und des Internets ausgeübt wird. Klassischerweise kommunizieren Paarungswillige über Chatrooms miteinander und geben einander Anweisungen, wie sich der jeweils andere sexuell stimulieren soll. Über Nachrichten wird eine sexuelle Spannung aufgebaut und sexuelle Handlungen werden beschrieben, ohne dass es zu einem Treffen und damit tatsächlichem Verkehr kommt. Auch das Betrachten von pornografischen Inhalten und dazu erfolgende Masturbation wird als Cybersex bezeichnet. Mit fortschreitender, technischer Entwicklung erhielt Cybersex durch Datenhelme und sensorische Handschuhe eine ganz neue Dimension, die es möglich macht, die beschriebenen sexuellen Handlungen tatsächlich körperlich zu erfahren.

Darkroom

Der Darkroom bezeichnet einen nur spärlich beleuchteten Raum, der für sexuelle Begegnungen genutzt wird. Zuerst bekannt waren solche Darkrooms unter homosexuellen Männern, die sich dort in der Abgeschiedenheit und Anonymität solcher Räume zu sexuellen Begegnungen getroffen haben. Mittlerweile verfügen auch viele Swingerclubs über einen Darkroom, um ihren Gästen ein möglichst störungsfreies, sinnliches Erlebnis zu garantieren. Auch Saunen und Diskotheken bieten manchmal einen Darkroom für ein unverbindliches Stelldichein an. Der Reiz eines Darkrooms ist, dass sich die Beteiligten anonym zu zweit oder in Gruppen miteinander vergnügen können. Vor allem Fans unverbindlicher, sexueller Begegnungen wissen Darkrooms sehr zu schätzen. Überlicherweise entkleiden sich die Beteiligten zudem nicht vollständig, was einem schnellen Abenteuer im Rahmen eines aufregenden Abends sehr entgegen kommt. In der BDSM Szene wird auch das Spielzimmer, welches sexuellen Rollenspielen gewidmet ist, als Darkroom bezeichnet.

Dildo

Der Dildo ist als Sexspielzeug wohl der Klassiker in jedem Schlafzimmer. Dem männlichen Glied nachempfunden, wird er hauptsächlich für die innere Penetration genutzt. Mittlerweile ist der Dildo in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Von ganz puristischen Modellen, die bloss aus einer glatten Oberfläche bestehen, über natürliche, dem Penis in Form und Struktur möglichst echt nachempfundenen Ausführungen bis hin zu besonders ausgefallenen Modellen aus Glas und mit Schmuckelementen sind Dildos in nahezu jeder Variante erhältlich. Mit jedem Jahr orientieren Hersteller sich an neuesten Trends und Vorlieben der Nutzer und Nutzerinnen. Nicht nur Frauen nutzen Dildos, sondern auch Männer, hetero- wie homosexuell, benutzen den Dildo während des Vorspiels oder der Masturbation. In der Tat ist das Design eines Dildos mittlerweile der entsprechenden Zielgruppe angepasst. Für Liebhaber des BDSM werden Lack und Leder Modelle angeboten, Dildos für Frauen findet man in schrillen und bunten Farben, Dildos für Männer hingegen sind meist sehr natürlich und puristisch gestaltet.

Dirty Talk

Gib mir Tiernamen! Dirty Talk ist die hohe Kunst der versauten Gesprächsführung. Da Sex auch immer eine psychische Komponente hat, kann ein anregender Dialog der schönsten Nebensache der Welt einen zusätzlichen Reiz verschaffen. Der Clou dahinter ist, dass wir alle mit einer gewissen Zensur im Kopf aufgewachsen sind. Harte, sexuell belegte Begriffe oder Zweideutigkeiten führen in uns zu einem gewissen Schaudern. Im richtigen Kontext, beispielsweise während des Vorspiels, entfaltet dieses Schaudern der Zensur eine höchst erotisierende Wirkung. Dirty Talk zeichnet sich dabei durch pornotaugliche Begriffe aus, die sich so weit unterhalb der Gürtellinie bewegen, dass wir uns in der Öffentlichkeit niemals trauen würden, sie auszusprechen. Im Bett allerdings fallen damit auch die letzten Hemmungen und wilde Wogen der Leidenschaft tragen unsere Scham hinfort. Klare Anweisungen und frivole Kosenamen stehen auf der Dirty Talk-Liste dabei ganz oben.

Dogging

Dogging ist eine Spielart des Exhibitionismus, bei der die Beteiligten eine Vorliebe für Sex im Freien und an öffentlichen Orten haben. Ursprünglich wurde der Begriff in Grossbritannien durch Voyeure geprägt, die mit ihren Hunden im Park spazieren gingen, um Paare beim Sex im Freien zu beobachten. Mittlerweile beschreibt Dogging die Neigung, sich mit anderen Menschen zu Sex in der Öffentlichkeit zu verabreden und dies im Internet offen anzukündigen. So können Swinger, Voyeure und Exhibitionisten an diesen Treffen teilnehmen und gemeinsam ihrer Vorliebe nachgehen.Diese Personengruppe wird auch unter dem Begriff Doggers zusammengefasst.

Doggy Style

Der Doggy Style ist eine Sexstellung, bei welcher der Mann die Partnerin oder den Partner von hinten penetriert. Auf Deutsch wird die Stellung auch als Hündchenstellung bezeichnet. Hierbei befindet sich der passive Part - wie eine Hündin - auf allen Vieren. Der aktive Partner kniet hinter seinem Gegenüber und penetriert den anderen aus dieser Position. Üblicherweise erfolgt eine vaginale Stimulation, aber sowohl bei heterosexuellen als auch bei homosexuellen Paaren wird diese Sexstellung gern auch für anale Penetration genutzt. Besonders reizvoll sind zum einen die Starke Stimulation von Eichel und G-Punkt, als auch die Tatsache, dass der kniende Partner beide Hände frei hat und diese einsetzen kann, um Brüste, Klitoris oder andere Bereiche des Körpers zu liebkosen.

Doktorspiele

Doktorspiele unter Erwachsenen finden sich häufig im Kontext des BDSM wieder. Diese sexuellen Rollenspiele sind auch als Kliniksex oder Klinikerotik bekannt. In Anlehnung an die weisse Kleidung von Ärzten und Pflegepersonal nennt man Doktorspiele auch weisse Erotik. Bekanntestes Szenario in diesem Zusammenhang ist das sexuelle Rollenspiel, in dem einer den Part des Patienten und der andere die Rolle der sexy Krankenschwester oder des anrüchigen Arztes übernimmt. Untermalt werden diese Spiele mit passenden, erotischen Verkleidungen. Manchmal werden im Rahmen der BDSM Rollenspiele auch tatsächliche Werkzeuge wie eine Mundsperre, ein Vaginalspektrum oder eine Zungenzange zur Hilfe genommen.

Dreier

Als Dreier wird eine sexuelle Begegnung zwischen drei verschiedenen Personen bezeichnet. Hierbei gibt es die Kombination FFM, welche zwei Frauen und einen Mann bezeichnet, aber auch die Kombination FMM, für zwei Männer und eine Frau. Selbstverständlich kann es sich aber auch um drei Personen des gleichen Geschlechts handeln. Wie diese sexuelle Begegnung ausgestaltet wird, hängt dabei ganz von dem Einverständnis aller Beteiligter ab. So kann einer völlig passiv, bloss als Beobachter dabei sein. Dieser passive Dritte kann entweder nur zuschauen oder die Handlungen der anderen beiden moderieren. Genauso können sich alle drei aktiv in die sexuellen Aktivitäten einbringen. Ebenso ist völlig offen, ob sich eine dritte Person zu einem Paar dazu gesellt oder ob alle drei Personen ungebunden sind. Wichtig ist nur, klare Regeln und Absprachen festzulegen.

DS

Abkürzung für: Dildospiel

Definition: DS steht für die Hinzunahme eines Dildos oder Vibrators während sexueller Handlungen. Viele Paare nutzen Dildos während des Vorspiels, um die Frau zusätzlich zu erregen und ihr bereits während des Vorspiels Höhepunkte zu verschaffen. Auch während des Verkehrs selbst kann ein Dildo helfen, um die Partnerin beispielsweise parallel zur vaginalen Stimulation zusätzlich anal zu penetrieren, ohne einen weiteren Partner zu benötigen. Ebenso kann ein Dildo oder Vibrator während des Oralverkehrs für zusätzliches Vergnügen sorgen. Doch auch Männer können durch anales Einführen von diversen Sexspielzeugen während des Verkehrs angenehm beflügelt werden.

DWT

Abkürzung für: Damenwäscheträger

Definition: Als Damenwäscheträger bezeichnet man einen Mann, der unter seiner normalen Strassenkleidung Damenunterwäsche trägt. Diese umfasst in der Regel einen Slip, einen Büstenhalter, aber auch Strumpfhalter, Kniestrümpfe oder Corsagen. Im Unterschied zu Transvestiten tragen diese Männer allerdings oben drüber ihre gewöhnliche, männlich aussehende Strassenkleidung. Das Tragen der Damenunterwäsche kann entweder einen sexuellen Reiz darstellen oder die heimliche, sexuelle Identität ausdrücken. Hierbei kann ein DWT sowohl homo- als auch heterosexuell sein. DWT wird häufig auch als Fetisch betrachtet, kann aber auch als Cross Dressing im Rahmen von Rollenspielen im BDSM auftreten.

Elektrosex

Bei Elektrosex geraten alle Beteiligten gehörig unter Strom. Durch die Stimulation mit Sexspielzeugen, die über niedrigfrequentierten Strom verfügen, werden ganz neue, intensive Höhepunkte herbeigeführt. Entsprechende Reizstromgeräte sind auch als sogenannte TENS bekannt und in Sexshops erhältlich. Ursprünglich hervorgegangen ist Elektrosex aus herkömmlichen Massagegeräten gegen Muskelverspannungen. Zuerst gewann Elektrosex in Swingerclubs zunehmend an Beliebtheit, mittlerweile hielt er auch in vielen heimischen Schlafzimmern Einzug. Vibratoren und Penisschlaufen sind die gängigsten Utensilien für anregenden Elektrosex.

Englisch

Als Englisch bezeichnet man ein Rollenspiel der härteren Gangart. Gemäss dem Motto "Zuckerbrot und Peitsche" ist englischer Sex ganz auf Dominanz und Unterordnung ausgelegt. Mit Handschellen, Augenbinden und Peitschen ausgestattet, nimmt ein Partner den dominanten Part ein, während der andere den devoten Schüler gibt. Im Rahmen des S & M kann englischer Sex teilweise sadistische oder masochistische Züge annehmen. Die üblichste Variante, Englisch zu praktizieren, sind Lehrer-Schüler-Rollenspiele. Demütigung und die Lust daran, Schmerzen zu empfinden, steigern die Leidenschaft für beide Beteiligte.

Erogene Zone

Als erogene Zone werden die Körperpartien bezeichnet, die für Berührungen besonders empfindlich sind und so besonders schnell sexuelle Erregung hervorrufen. Welche Körperpartien hier im Einzelnen betroffen sind, kann von Mensch zu Mensch variieren und sogar von der emotionalen Stimmung des Betreffenden abhängen. Klassischerweise sind vor allem die Genitalien und Brüste besonders berührungsempfindlich, aber auch die Innenseite der Oberschenkel oder Arme, der Hals oder der Rücken. Auch Zunge und Lippen gelten als spezifische, erogene Zonen.

Eupareunie

Stimmen zwei Menschen in ihrer körperlich-seelischen Beziehung besonders harmonisch überein, wird dies als Eupareunie bezeichnet. Ebenso bezeichnet dieser Begriff den Fall, dass beide Partner gleichzeitig den Orgasmus erleben. Für viele Menschen gleicht der gleichzeitige Orgasmus beider Partner dem sprichwörtlichen Sechser im Lotto. Obwohl ein gleichzeitiger Höhepunkt äusserst selten ist, gilt er bei vielen Paaren als höchstes, zu erstrebendes Ziel. Viele Menschen sind nach wie vor der Meinung, dass ein gemeinsamer Höhepunkt die grösste Aussagekraft über sexuelle Harmonie und Kompatibilität hat. Allerdings wird diese Sichtweise von Experten nicht geteilt.

Exhibitionismus

Exhibitionismus ist die Vorliebe eines Menschen, sich nackt oder bei sexuellen Handlungen vor fremden Menschen beziehungsweise in der Öffentlichkeit zu zeigen. Diese Vorliebe stellt damit das Gegenstück zum Voyeurismus dar. Besonders in der Swinger-Szene hat sich eine Gruppe Menschen zusammengefunden, die ihre Vorliebe, sich vor Fremden nackt und beim Sex zu zeigen, teilen, ohne Aussenstehende damit zu belästigen. Obwohl nicht jeder ein Exhibitionist ist, empfinden viele Menschen einen besonderen Kick dabei, in der Öffentlichkeit Sex zu haben. Der Reiz des Verbotenen und die Angst vor dem Erwischtwerden heizt die sexuelle Lust zusätzlich an. Verabreden sich Exhibitionisten und Voyeure dazu, sich beim Sex in der Öffentlichkeit zu zeigen beziehungsweise einander zu beobachten, spricht man vom sogenannten Dogging.

FA

Abkürzung für: Fat Admirer

Definition: Ein Fat Admirer ist übersetzt jemand, der Körperfett bewundert. Man bezeichnet damit die sexuelle Vorliebe für übergewichtige Menschen. Dabei kann sich diese sexuelle Anziehung auf Menschen beziehen, die nur an vereinzelten Stellen zu viel Körperfett haben. Andererseits kann die Bewunderung aber auch krankhaft übergewichtigen Menschen gelten. Meist sind Fat Admirer Männer, die sich jedoch nicht trauen, ihre Vorliebe offen auszuleben. Weibliche Fat Admirer werden als Female Fat Admirer (FFA) bezeichnet. Fat Admirer, die in Foren oder Portalen nach Partnerinnen suchen, geben meist an, eine Big Beautiful Woman (BBW) zu suchen.

Fantasie

Als Fantasie bezeichnet man gemeinhin einen geheimen oder offenen sexuellen Wunsch. Dieser kann von einer gewissen Sexstellung bis hin zu einem gewissen Fetisch reichen. Vielfach wird von einer sexuellen Fantasie gesprochen, wenn es sich um etwas handelt, das die Person noch nicht ausprobiert hat und worüber sie vielleicht auch noch nicht offen gesprochen hat. Gerade auf der Suche nach einem passenden Sexualpartner suchen viele Menschen nach jemandem, der bereit ist, mit ihnen eine gewisse Fantasie auszuleben. Das gegenseitige Anvertrauen spezieller Fantasien kann in langfristigen, sexuellen Beziehungen für frischen Wind sorgen.

Fat Admirer

siehe FA

Fellfetischismus

Fellfetischismus ist die Vorliebe für echte Tierfelle. Menschen mit dieser Neigung bauen echte Tierpelze gerne in ihr Liebesspiel ein und erleben dadurch gesteigerte Erregung. Hierbei spielen unterschiedliche Aspekte zusammen. Zum einen strahlen Tierfelle eine gewisse Form des Luxus aus, die dem Träger das Gefühl vermittelt, etwas Besonderes zu sein. Zum anderen geniessen Fellfetischisten allerdings auch den speziellen Geruch des Naturmaterials und erleben durch das angenehme Gefühl auf der Haut eine zusätzliche Luststeigerung. Da das Tragen von Tierpelzen in der Öffentlichkeit umstritten ist, leben nur wenige Fellfetischisten ihre Vorliebe offen aus. Manche greifen mittlerweile auch auf Kunstpelze zurück, wenn diese von solch hoher Qualität sind, dass man sie kaum von echten Fellen unterscheiden kann.

Fesselspiele

Fesselspiele treten nicht nur innerhalb der BDSM Szene auf, auch in vielen Schlafzimmern von Otto Normalbürgern erfreuen sich Fesselspiele grösster Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um alle Praktiken, die darauf aufbauen, den Partner in irgendeiner Form bewegungsunfähig zu machen. Seidenbänder, Handschellen, Gürtel, Seile - erlaubt ist, was gefällt. Der Grad der Fesselung kann zwischen einem blossen Festmachen am Bettpfosten und der absoluten Bewegungsunfähigkeit variieren. Der besondere Reiz von Fesselspielen ist der mit der Paralyse verbundene Kontrollverlust beziehungsweise der Kick durch die dominante Position, die der fesselnde Partner einnimmt. Vor allem als Kontrast zu sonst sehr romantisch angehauchtem Sex können Fesselspiele für frischen Wind im Schlafzimmer sorgen.

Fetisch, Fetischismus, Fetischist

Als Fetischismus bezeichnet man die sexuelle Vorliebe, sexuelle Erregung oder Befriedigung durch einen unbelebten Gegenstand herbei zu führen. Eine Person, die dieser Neigung nachgeht, wird als Fetischist benannt. Der Fetisch äussert sich ganz individuell und kann sich nicht nur auf Gegenstände, sondern auch auf Körperpartien oder Materialien beziehen. Verbreitete Fetische sind beispielsweise der Fussfetischismus oder der Fellfetischismus. Auch Praktiken des Age Play wie der Adult Baby Fetisch gehören in den Bereich des Fetischismus. Häufig leben Fetischisten ihre Neigung im Verborgenen aus und tauschen sich bloss mit anderen Fetischisten über ihre sexuellen Vorlieben aus.

FFM

FFM ist die Abkürzung für einen Dreier mit zwei Frauen und einem Mann.

Definition: Als FFM bezeichnet man jede Form des gemeinsamen, sexuellen Aktes als Dreier zwischen zwei Frauen und einem Mann. Je nach persönlicher Vorliebe können sich alle Beteiligten gleichermassen in das Geschehen einbringen oder einer nimmt die Rolle des passiven Beobachters ein. Auch gibt es Konstellationen, in denen eine der drei Personen den beiden anderen Anweisungen erteilt. Die Konstellation FFM ist eine vor allem bei Männern besonders verbreitete Fantasie. Allerdings finden auch Frauen häufig Gefallen an dem Dreier mit einer zweiten Frau.

Flanke / Flanquette

Als Flanke oder Flanquette wird eine Sexstellung zwischen zwei heterosexuellen Partnern bezeichnet. Hierbei liegen beide Partner auf der Seite und wenden sich halb einander zu, während der Mann seine Partnerin vaginal penetriert. Die Frau liegt mit einem Bein zwischen den Schenkeln des Mannes. In dieser Position kann der Mann die Geschwindigkeit seiner Stösse nach Belieben variieren. Besonders reizvoll für die Frau ist, dass ihr Partner durch den Druck seines Oberschenkels ihre Klitoris stimulieren kann. Die Flanquette ist als Stellung besonders intim, da sie viel Körperkontakt sowie Blickkontakt ermöglicht.

FLR

Abkürzung für: female led relationship

Definition: FLR bezeichnet ein Beziehungsmodell, in dem der Mann von seiner Partnerin beherrscht wird. Female led relationship lässt sich auch mit "Frauengeführte Beziehung" übersetzen - und hier ist der Name Programm. Männer, die auf der Suche nach einer Partnerin für eine FLR sind, haben den Wunsch, von dieser absolut beherrscht zu werden. Dies bezieht sich nicht nur auf sexuelle Praktiken, sondern auch im Alltag soll die Frau "die Hosen an" haben. Der Mann stellt sich seiner Partnerin als Sklave ihrer Willkür zur Verfügung. Frauen wollen hierfür meistens einen sehr männlichen und starken Partner haben, da dies das Gefühl der Macht und Dominanz noch potenziert. Gemein gibt es in der FLR Szene den Grundsatz der "Familienjuwelen", welche die Hoden des Mannes sind und welche die Frau in ihren Besitz nimmt. Sie verwaltet damit auch die männliche Sexualität und ist in allen Belangen des Lebens tonangebend. Damit geht auch der Glauben einher, dass ein Mann durch Verführung und Verweigerung gefügig gemacht werden kann. So gilt: Ein befriedigter Mann ist widerspenstig, während ein enthaltener Mann gefügig ist. Über den gezielten Einsatz von Sexualität üben Frauen in einer FLR ihre Macht aus.

Frotteur

Ein Frotteur ist ein Mensch mit der Vorliebe, sich an anderen Menschen zu reiben. Menschen mit dieser Neigung holen sich durch das Reiben an anderen sexuelle Stimulation. Die Praktik dazu wird auch als Frottage bezeichnet und kann auch als eine Form des Safer Sex zwischen zwei Personen vollzogen werden. Hierbei kann das Reiben aneinander sowohl nackt als auch angezogen erfolgen. Wenn zwei Männer ihre Penisse oder Hoden aneinander reiben, wird dies als Frot bezeichnet. Bei Frauen, die sich aneinander reiben, heisst die Praxis Tribadie.

GB

Abkürzung für: Gang Bang

Definition: Mit Gang Bang wird eine spezielle Art des Gruppensex benannt. Dabei ist charakteristisch, dass es eine Überzahl aktiver und dominanter Teilnehmer gibt, die eine Minderheit passiver Sexualpartner abwechselnd penetrieren. Die Penetration kann sowohl vaginal, oral als auch anal erfolgen. Ist die passive Teilnehmermenge in der Überzahl, wird von einem Reverse Gang Bang gesprochen. Diese Form des Gruppensex gibt es zudem in Form von Oralverkehr und wird als Blowbang bezeichnet. In der Regel sind Gang Bang-Gruppen geschlechtlich gemischt, aber es gibt auch rein homosexuelle Gruppen.

Goldfischsex

Goldfischsex ist eine Sexpraktik, die gänzlich ohne gegenseitiges Anfassen auskommt. Hierbei haben beide Partner ihre Hände auf dem Rücken gefesselt und haben miteinander Sex, ohne sich gegenseitig streicheln oder anfassen zu können. Dies erinnert an die Art und Weise wie Goldfische miteinander verkehren - daher kommt der Name. Gegenseitiges Liebkosen mit dem Mund ist hingegen erlaubt. Der Reiz des Verbotenen, einander nicht anfassen zu dürfen, steigert die Lust.

GS

Abkürzung: für Gruppensex

Der Definition nach handelt es sich hierbei um Sex zwischen mehr als zwei bis drei Personen. In der Regel wird der Gruppensex mit Partnertausch praktiziert. Besonders bekannt ist der Gruppensex aus Swingerclubs, die speziell für diese besondere Vorliebe eingerichtet wurden. Während Gruppensex früher anonym und in einem unverbindlichen Ambiente betrieben wurde, kommt es heutzutage immer häufiger zu privaten Treffen in heimischen Schlaf- oder Wohnzimmern. Trotzdem ziehen viele Beteiligte eine gewisse emotionale Distanz zu den Teilnehmern des Gruppensex vor.

GV

Abkürzung für: Geschlechtsverkehr

Definition: In der heutigen Defintion bezeichnet Geschlechtsverkehr alle Formen der sexuellen Vereinigung, bei der es zu einer Penetration der Geschlechtsteile oder des Anus kommt. Allerdings werden im erweiterten Begriffsverständnis auch Oralverkehr und die intensive Stimulation der sekundären Geschlechtsmerkmale unter Geschlechtsverkehr zusammengefasst.

Happy End

Als Happy End wird umgangssprachlich der Orgasmus bezeichnet. Am bekanntesten ist diese Verwendung des englischen "glücklichen Endes" aus dem Bereich der erotischen Massage. Hier wird durch "Happy End" oder "no Happy End" angegeben, ob die Massage in einer sexuellen Stimulation endet oder nicht. Auch im allgemeinen Sprachgebrauch verständigen sich Gesprächspartner über die Verwendung des Codes "Happy End" darüber, ob der andere zum Orgasmus kam oder nicht.

Hörigkeit

Sexuelle Hörigkeit steht für ein sexuelles Abhängigkeitsverhältnis, in dem ein Partner dem anderen sexuell zu Willen ist, obwohl er im Alltag unter Drohungen und Demütigung leidet. Der untergeordnete Partner gibt seinem dominanten Gegenpart zuliebe seine sexuelle Selbstbestimmung auf und erfüllt alle ihm gegenüber geäusserte Anweisungen. Der devote Part ist emotional so von seinem Partner abhängig, dass er seine eigene Freiheit völlig aufgibt. Vor allem in sexueller Hinsicht ist derjenige völlig willenlos und seinem Partner gegenüber völlig gefügig.

HWG

Abkürzung für: häufig wechselnde Geschlechtspartner

Definition: Mit HWG gibt jemand an, dass er nicht monogam lebt, sondern häufig seine Geschlechtspartner wechselt. Vor allem ungebundene Menschen machen so deutlich, dass sie über viel sexuelle Erfahrung verfügen. Die Abkürzung HWG stammt dabei ursprünglich aus der DDR.

Indisch

Als Indisch wird die Sexpraktik bezeichnet, die auf dem Kamasutra basiert. Dieses indische Buch der sexuellen Lehre bietet eine Vielzahl an Inspirationen. Besonders charakteristisch für diese Art des Geschlechtsverkehrs ist, dass dieser besonders ausdauernd ist und aus vielen, unterschiedlichen Sexstellungen besteht. Diese Stellungen können von besonders einfach bis hin zu besonders kompliziert sehr variieren. Dabei ist nicht nur die grosse Kreativität der Stellungen wichtig, sondern auch das intensive Erleben der gemeinsamen, sexuellen Erfüllung.

Intimdusche

Bei der Intimdusche handelt es sich um ein Sexspielzeug zum Einführen in die Vagina oder den Anus. Grundsätzlich dienen Intimduschen mehr der Intimhygiene und weniger der sexuellen Befriedigung. In der Regel nutzt man eine Intimdusche, um sich vaginal zu reinigen. Aber auch vor Analsex kommen Intimduschen zum Einsatz, um einen möglichst hygienischen Vollzug zu gewährleisten.

Kamasutra

Das Kamasutra ist das indische Buch der sexuellen Lehre. In diesem umfangreichen Werk werden unterschiedliche Sexstellungen beschrieben, die das Liebesleben bereichern und beide Partner zur sexuellen Erfüllung führen sollen. Übersetzt werden kann Kamasutra mit "Verse des Verlangens". Es gilt als Leitfaden der Erotik und der Liebe und steht in enger Beziehung zur Lehre des Tantra. Geschrieben wurde es von Vatsyayana Mallanaga. Das Kamasutra wird auf 200 bis 300 nach Christus datiert.

Sie wollen mehr erfahren? Dann lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über Kamasutra!

Karezza

Als Karezza bezeichnet man eine sexuelle Technik, die zum Ziel hat, dass der Mann bewusst auf seinen Samenerguss verzichtet. Ursprünglich bezog sich diese Technik bislang nur auf den Geschlechtsverkehr zwischen zwei Menschen, doch mittlerweile wird der Begriff im Zusammenhang mit jeder sexuellen Interaktion verwendet, bei welcher der Mann auf die Ejakulation verzichtet. Das Ziel ist es, durch intensive, zärtliche Berührungen eine besonders tiefe Verbundenheit herzustellen und den Orgasmus des Mannes von seinem Samenerguss zu trennen. Mit ein bisschen Erfahrung schaffen es manche Männer, sich durch Karezza auch ohne Ejakulation in einen orgastischen Gemütszustand zu versetzen.

Liebesmuskeln

Der Beckenboden einer Frau wird gemeinhin als Liebesmuskeln bezeichnet. Der Clou hierbei: Je mehr der Liebesmuskel einer Frau trainiert ist, desto intensiver wird der Sex für beide Seiten. Hat die Frau ihren Beckenboden gut trainiert, kann sie durch An- und Entspannen der Muskulatur den Penis ihres Partners stimulieren, was für beide zu einer ganz intensiven Erfahrung werden kann. Liebeskugeln helfen, den Beckenboden zu trainieren.

Liebesschaukel

Die Liebesschaukel ist ein ganz spezielles Sexspielzeug, dass es Paaren erlaubt, Orgasmen in scheinbar luftigen Höhen zu erleben. Es handelt sich hierbei um ein stabiles Geschirr, das mittels Haken an der Decke befestigt werden kann und so hilft, besonders komplizierte Sexstellungen mit Unterstützung auszuführen. In der Regel hängt sich die Frau in dieses Geschirr ein. Durch das freie Schweben verschiedener Gliedmassen ist es möglich, ausgefallene Positionen während des Geschlechtsverkehrs auszuprobieren. Im BDSM Kontext ist eine aus Leder oder Kunststoff gefertigte Liebesschaukel auch als Sling bekannt. In diesem Zusammenhang hängt häufig der passive Partner in der Liebesschaukel, welche vor allem für Analverkehr verwendet wird. Besonders reizvoll an Sex in einer Liebesschaukel ist der freie Zugang zu Rektum und Vagina, der absolute Beweglichkeit erlaubt.

Liebesstuhl

Der Liebesstuhl ist ein Sexspielzeug, welches in zwei verschiedenen Varianten gibt. Eine Möglichkeit ist, dass es sich um ein aufblasbares Kissen handelt, auf dessen Oberfläche ein Vibrator angebracht ist. Dieser Liebesstuhl dient vorrangig der Masturbation oder dem Vorspiel. Die andere Variante ist ein stabiler, höhenverstellbarer Hocker, in dessen Sitzfläche sich ein Loch befindet. Dieser kann für unterschiedliche Sexstellungen genutzt werden. Denkbar ist beispielsweise, dass sie oben darauf sitzt, während er sich unter den Hocker legt und in sie eindringt. Der Liebesstuhl gibt die Möglichkeit, verschiedene Sexstellungen auszuprobieren, ohne zu viel Muskelkraft investieren zu müssen.

Lotusstellung

Die Lotusstellung ist eine Sexstellung, die sich an die Lehre des Yoga anlehnt. Im Kern der Sache handelt es sich um Sex im Schneidersitz. Dabei setzt sich die Frau in den Schneidersitz und kippt dann auf den Rücken. Dabei zieht sie die gekreuzten Beine so weit wie möglich zur Brust. Nun dringt der Mann in dieser Stellung in sie ein. Wichtig ist, dass Frau dabei nicht die Spannung in den Beinen verliert! Für weniger Sportliche existiert die Lotusstellung aber auch in einer einfacheren Variante. Dafür setzt sich der Mann in den Schneidersitz und die Frau setzt sich mit geöffneten Beinen auf seinen Schoss. Diese Position ist nicht nur weniger anstrengend, sondern liefert gleichzeitig jede Menge Intimität und Körperkontakt.

Masochismus, Masochist

Als Masochismus bezeichnet man die Vorliebe für Schmerz. Einen Menschen mit der Neigung, sexuelle Befriedigung durch Schmerz zu empfinden, nennt man Masochist. Am häufigsten begegnet man dieser sexuellen Vorliebe im Bereich des BDSM. Das Gegenstück hierzu ist der Sadismus. Ein Masochist empfindet Erregung und Lust vor allem dann gesteigert, wenn er verletzt oder gedemütigt wird. Der Grad und die Art der Verletzungen variieren je nach persönlicher Vorliebe. Schläge, Schnitte, Verbrennungen und andere Arten von Verletzungen sind möglich.

MILF

Abkürzung für:"Mother I'd like to fuck"

Definition: Als MILF wird eine reife Frau bezeichnet, die auf jüngere Männer besonders anziehen und sexuell erregend wirkt. Meist sind hiermit Frauen zwischen 40 und 60 Jahren gemeint, die sexuell besonders anziehend wirken. Dabei ist nebensächlich, ob diejenige tatsächlich Mutter ist oder nicht. Populär wurde der Begriff durch die Teenagerkomödie "American Pie".

Mingle

Das Wort Mingle bezeichnet einen Lifestyle. Dabei handelt es sich um eine Wortzusammensetzung der englischen Begriffe "mixed" und "single". Konkret handelt es sich bei einem Mingle um jemanden, der offiziell angibt, Single zu sein, gleichzeitig aber eine beziehungsähnliche Lebensgemeinschaft hat. Hierbei handelt es sich auch um das Modell "Freunde mit gewissen Vorzügen". Beide Beteiligten sind offiziell alleinstehend, haben jedoch regelmässig Sex miteinander und gestalten auch ihre Freizeit gemeinsam. In seltenen Fällen teilt ein Mingle sogar seinen Wohnraum mit demjenigen, mit dem er sich in der unverbindlichen Beziehungsform befindet.

Missionarsstellung

Die Missionarsstellung ist die bekannteste Sexstellung. Hierbei liegt die Frau flach auf dem Rücken und spreizt die Beine, während der Mann über ihr liegt und in sie eindringt. In manchen Religionsgemeinschaften gilt diese Sexstellung als die einzig zulässige Position, da die Partner sich hierbei tief in die Augen sehen können. Der Name der Sexstellung kommt daher, dass christliche Missionare bei Auslandseinsätzen versucht haben, diese Stellung als einzig zulässige bei den Ureinwohnern durchzusetzen.

MMF

MMF ist die Abkürzung für einen Dreier mit zwei Männern und einer Frau.

Definition: Für einen MMF finden sich zwei Männer und eine Frau zum gemeinsamen Geschlechtsverkehr ein. Hierbei kann einer der drei eine rein beobachtende oder moderierende Position einnehmen. Es können sich aber alle drei gleichzeitig aktiv ins Geschehen einbringen.

Monogamie

Monogamie bezeichnet eine Beziehungsform oder einen Lifestyle, der sich dadurch auszeichnet, dass sich beide Partner bloss einander verpflichtet fühlen und sich verbindlich zueinander bekennen. Sexuelle Kontakte oder eine romantische Beziehung zu Dritten ist in der Beziehungsform der Monogamie völlig ausgeschlossen und wird, falls es doch vorkommt, als Betrug gewertet.

Multipler Orgasmus

Als multipler Orgasmus wird eine Vielzahl an Höhepunkten bezeichnet. Diese können entweder einzeln oder getrennt voneinander stattfinden und sogar ineinander übergehen. Das Erleben von multiplen Orgasmen gilt gemeinhin als hohe Kunst der Erotik. In der Regel haben es Frauen aufgrund ihrer physischen Voraussetzungen einfacher, einen multiplen Orgasmus zu erleben, aber auch Männern ist dieses Erlebnis durchaus möglich. Die Reiterstellung oder die Löffelchenstellung gelten als besonders geeignet, um einen multiplen Orgasmus herbei zu führen.

Nachspiel

Das Nachspiel meint nicht die Verlängerung beim Fussball, sondern das Geschehen nach dem eigentlichen Geschlechtsverkehr. Wer seinem Liebesleben die gewisse Würze verleihen möchte, schläft nach dem Orgasmus nicht erschöpft ein, sondern wendet sich einander noch einmal zu und verwöhnt sich gegenseitig abschliessend. Hierbei stehen nicht unbedingt weitere Höhepunkte im Mittelpunkt, sondern das gegenseitige Erleben und das Schwelgen in der Sinnlichkeit. Besonders Frauen legen grossen Wert auf diese Form der Intimität, da ihre Erregungskurve weniger schnell abflacht als die von Männern.

One-Night-Stand

Die deutsche Übersetzung von One-Night-Stand könnte kaum treffender sein: Gastspiel. In der Regel ist mit einem One-Night-Stand eine einmalige, sexuelle Begegnung gemeint. Diese findet meist zwischen Fremden, seltener zwischen Bekannten oder Freunden statt. Kennzeichnend ist die Unverbindlichkeit der sexuellen Begegnung. Es geht bloss um Lust und Befriedigung, nicht um das Eingehen einer tieferen Beziehung. Ein One-Night-Stand kann genauso aus einem zufälligen Treffen entstehen wie aus einer Verabredung mit einer Onlinebekanntschaft. Abgekürzt wird One-Night-Stand häufig mit ONS.

Orgie

In sexuellem Kontext wird durch eine Orgie eine Art des Gruppensex bezeichnet, die gegen die allgemeinen, gesellschaften Sitten verstösst. Auch ausufernde, über alle Massen stattfindende sexuelle Begegnungen innerhalb einer Gruppe werden gemeinhin Orgie genannt.

Outdoor Sex

Outdoor Sex ist die prickelnde Erfahrung, sich der gemeinsamen Lust im Freien hinzugeben. Besonders in den warmen Jahreszeiten ist Outdoor Sex für viele eine willkommene Abwechslung, bei welcher der Geschlechtsakt im Freien statt in den eigenen vier Wänden vollzogen wird. Auch bei spontanen sexuellen Begegnungen kommt es im Sommer schnell zu Outdoor Sex.

Petplay

Das Petplay ist ein erotisches Rollenspiel, bei dem mindestens einer der Partner in die Rolle eines Tieres schlüpft. Übersetzt bedeutet Petplay "Haustierspiel". In der Regel gilt das Petplay als Teil des BDSM. In diesem Rahmen können auch klassische Elemente des BDSM, wie das Machtgefälle, zu finden sein. Im Gegensatz zur Sodomie oder den Furries kommen beim Petplay keine echten Tiere zum Einsatz.

Pheromone

Pheromone sind Duftstoffe, die für die sexuelle Anziehung zwischen zwei Menschen verantwortlich sind. Diese sind beispielsweise in Schweiss und anderen Körperflüssigkeiten enthalten und sorgen dafür, dass wir bei einem anderen Menschen besonders anziehend oder abstossend wirken. Mittlerweile lassen sich auch künstliche Pheromone herstellen, die Parfums oder After Shave beigemischt werden und so gezielt zur Verführung eingesetzt werden können.

Polygamie

Polygamie bezeichnet den Lifestyle, mehrere, gleichberechtigte Beziehungen nebeneinander zu führen. Ursprünglich bedeutet Polygamie "Vielehe", aber auch in nicht ehelichen Konstellationen treten Formen der Polygamie auf. Hierbei kann der Grad der Beziehungen von rein sexueller Basis bis hin zu tatsächlich gleichzeitig geführten, verbindlichen Beziehungen reichen. Hierbei geht es dann nicht nur um sexuelle Bedürfnisse, sondern einer der Partner - oder beide - unterhalten gleichberechtigte, romantische Beziehungen zu mehreren Personen.

Quickie

Der Quickie ist der Inbegriff reiner Bedürfnisbefriedigung. Es handelt sich um einen schnellen, in Hektik vollzogenen Geschlechtsverkehr, der in der Regel völlig ohne Vor- oder Nachspiel auskommt. Er dient bloss dazu, das akute Verlangen zu stillen und beide Partner zum Höhepunkt zu führen. Während manche den Quickie nutzen, um ihre sexuellen Begegnungen in ihrem straffen Tagesplan unterzubringen, profitieren andere vom Quickie, weil er frischen Wind in ihre sexuelle Beziehung bringt.

Rollenspiel

Rollenspiele sind im Grunde erotisches Theaterspiel. Einer oder beide schlüpfen in eine andere Rolle und erfüllen einander so geheime Fantasien. Ob die sexy Krankenschwester, das laszive Hausmädchen oder die mysteriöse Prinzessin aus dem All - erlaubt ist, was gefällt. Auch ganz ausgefallene Rollenspiele wie Adult Baby oder Petplay fallen in diesen Bereich. Kern der Sache ist immer, dass einer oder beide eine andere Rolle einnehmen als die eigene Person und die Erotik durch ein erdachtes Szenario potenziert wird. Im Rahmen eines Rollenspiels dürfen alle Hemmungen fallen und geheime Facetten der eigenen Persönlichkeit zu Tage treten.

Sadismus, Sadist

Sadismus ist die Vorliebe, anderen Schmerzen zuzufügen. Menschen mit dieser Neigung bezeichnet man als Sadist. Sie ziehen ihre sexuelle Erregung aus der Macht und Dominanz, die damit einhergeht, jemand anderem aus reinem Vergnügen Schmerzen zu bereiten. Ebenso gehört die Demütigung eines anderen Menschen zu dieser Vorliebe. Sadisten suchen sich in der Regel immer einen Masochisten als Sexualpartner und nehmen die dominante Rolle ein.

Sado-Maso

Sado-Maso bezeichnet eine Sexpraktik aus dem Bereich des BDSM. Hierbei geht es um das Zufügen und Aushalten von Schmerzen zur Luststeigerung. Einer der Partner nimmt den aktiven Part ein und fügt dem anderem, passiven Part, Schmerzen zu. Bekannteste Rolle des Sado-Maso ist die Domina, die Macht und Demütigung über den passiven Part ausübt und ihn sich durch körperliche Züchtigung gefügig macht. Analplugs, Peitschen und Handschellen sind in der Sado-Maso-Szene gängige Sexspielzeuge.

Sadomasochismus

Sadomasochismus bezeichnet sexuelles Verhalten beziehungsweise die Vorliebe, beim Zufügen oder Ertragen von Schmerzen Lust zu empfinden. Um diese Neigung auszuleben, bedarf es immer eines aktiven, dominanten Parts (Sadist) und eines passiven, devoten Parts (Masochist). Der dominante Part empfindet sexuelle Erregung dabei, dem devoten Part Schmerzen zuzufügen. Der devote Part steigert seine Erregung durch das Aushalten der Verletzungen und Demütigungen. Safeword / Stoppword  Ein Safeword oder Stoppword kommt im BDSM zum Einsatz. Dieses wird zwischen dem aktiven und dem passiven Partner im Vorhinein vereinbart und darf nur genannt werden, wenn der passive Part signalisieren will, dass er die ausgeführte, sexuelle Handlung nicht fortführen möchte. Dabei gilt das ausgesprochene Safeword als sofortige Verpflichtung zum Aufhören und hat als solches auch rechtliche Wirksamkeit. Es existieren zwei Formen des Safewords. Das erste dient dazu, die aktuell ausgeführte, sexuelle Handlung zu verlangsamen. Deshalb ist es auch als Slowword bekannt. Das zweite Safeword hingegen signalisiert den sofortigen Abbruch der Handlung.

Sex Flush

Als Sex Flush ist auch die während sexueller Erregung auftretende Rötung der Haut bekannt. Diese ist bei Frauen häufiger als bei Männern und kann bereits vor und auch nach dem Orgasmus noch auftreten. Klassischerweise sind meist das Gesicht, der Hals und die Brust betroffen, aber auch der Oberbrauch und die Oberschenkelinnenseiten können sich rötlich verfärben. Ursache für den Sex Flush ist die vermehrte Durchblutung der Haut während des Orgasmus beziehungsweise während der sexuellen Erregung.

Sexting

Sexting ist eine Form der digitalen Kommunikation und bezeichnet das Zusenden erotischer Inhalte per SMS oder anderer Kurznachrichtendienste. Im Grunde handelt es sich um eine Form des Dirty Talks, die Inhalte können allerdings auch expliziter werden. Dabei können diese Inhalte von der Beschreibung der Unterwäsche über explizite Aufforderungen bis hin zu gegenseitiger Beschreibung sexueller Handlungen reichen. Gerade in Onlineportalen und Foren ist Sexting ein bekanntes Phänomen, aber auch Paare in Fernbeziehungen greifen auf dieses Mittel des digitalen Verkehrs zurück. Neben den rein formulierten Inhalten wird als Sexting auch das gegenseitige Zusenden erotischer Aufnahmen verstanden.

Slow Sex

Slow Sex ist ein neuer Trend, bei dem es nicht darum geht, in Richtung Orgasmus zu hetzen, sondern gemeinsam und achtsam Sinnlichkeit und Sexualität neu zu erleben. Dabei soll jeglicher Leistungsdruck und jedes Streben nach Befriedigung beiseite geschoben werden, stattdessen sollen sich beide Partner ganz auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Dabei soll die Vereinigung langsam - slow - und möglichst still erfolgen. Viele Anhänger des Slow Sex bezeichnen ihn als meditative Erfahrung.

Spanking

Spanking ist eine Sexpraktik, die im Kern aus dem Schlagen auf das Gesäss besteht. Dabei kann dieses entweder entblösst oder bekleidet sein. In weiterführenden Formen wird beim Spanking auch auf den Rücken, die Oberschenkel oder die Genitalien geschlagen. Dabei erfolgen die Schläge entweder mit einem Gegenstand wie einem Rohrstock oder der flachen Hand. Besonders häufig wird Spanking innerhalb des BDSM betrieben.

Strap-on

Ein Strap-on ist ein Sexspielzeug, das in der Regel aus einem Dildo sowie einem Umschnallgeschirr besteht. Vereinfach ist dieser auch als Umschnalldildo bekannt. Wie der Name schon sagt, kann dieses Spielzeug umgeschnallt werden. Häufig verwenden Frauen solch einen Strap-on, um damit ihren Partner oder ihre Partnerin zu penetrieren. Allerdings benutzen auch Männer solch einen Strap-on, um ihre Partnerin beispielsweise gleichzeitig anal und vaginal zu stimulieren. Umschnalldildos sind in verschiedenen Ausführungen und Designs erhältlich.

Striptease

Als Striptease bezeichnet man die Kunst, sich erotisch und tanzend vor Publikum zu entkleiden. Ursprünglich wurde diese Form des Ausziehens primär von Frauen ausgeübt, doch mittlerweile gibt es auch männliche Stripper. Striptease findet in unterschiedlichen Kontexten statt - entweder in den heimischen vier Wänden oder in eigens dafür eingerichteten Bars. Das Ziel ist immer die vollständige Entkleidung der Person.

T6

T6 ist die Abkürzung für Telefonsex.

Definition: Unter Telefonsex versteht man erotische Gespräche über das Telefon. Dabei können sexuelle Wünsche am Telefon erfüllt werden und die am Gespräch Beteiligten erregen sich gegenseitig. Häufig folgt auf die verbale Erregung die Befriedigung per Masturbation.

Tantra

Tantra ist ursprünglich eine Prägung innerhalb der indischen Philosophie. In dieser geht es eigentlich um ein bewusstes, alles einschliessendes Leben, das mehr Achtsamkeit und Aufmerksamkeit von seinen Anhängern fordert. Für die Erotik bedeutet dies, dass Tantra einen ganzheitlichen Blick auf die Sexualität eröffnet. So fällt beispielsweise die Fixierung auf die Genitalien weg und der ganze Körper gerät in den Fokus der sexuellen Bemühungen. Tantramassagen versprechen absolute Entspannung bis hin zum Orgasmus. Generell gilt bei Tantra, dass bereits der Akt als solches das Ziel ist, nicht bloss der Orgasmus. Tantra wird vor allem im Zusammenhang mit Slow Sex häufig erwähnt.

Tease and Denial

Tease and Denial steht für "erregen und verweigern" und beschreibt eine Sexpraktik, die darauf abzielt, den Partner immer wieder an den Rande des Höhepunkts zu treiben, nur um ihm diesen am Ende zu verweigern. Diese Praktik ist auch unter der Abkürzung T & D bekannt. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern hat die Steigerung der Erregung, ohne den Höhepunkt zuzulassen, die Wirkung, dass die Erregung ins schier Unermessliche steigt und der schliesslich irgendwann folgende Orgasmus explosionsartig wahrgenommen wird. Tease and Denial tritt häufig auch im Rahmen des BDSM als Spielart weiblicher Dominanz auf.

Tossing

Als Tossing wird das Phänomen bezeichnet, mit einem Fremden Sex zu haben, den man weder zuvor gesehen noch nach seinem Namen gefragt hat. Diese Person traf man vielleicht im Kino, an der Bar oder in der U-Bahn und findet sie so anziehend, dass man sich auf ein unverbindliches Abenteuer mit ihr einlässt. Der Begriff kommt ursprünglich vom Englischen "Toss up the coin", den Zufall entscheiden lassen.

Verbalerotik

Verbalerotik ist die abfällige Bezeichnung für das Reden über sexuelle Fantasien oder das Prahlen mit sexuellen Erfahrungen, über die derjenige in Wahrheit gar nicht verfügt. Meist stehen dahinter unsichere und wenig erfahrene Menschen, die versuchen, ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe zu übertünchen. Sie erfinden sexuelle Beziehungen oder Begegnungen, um interessanter und sexuell anziehender zu erscheinen.

Vorspiel

Das Vorspiel umfasst alle sexuellen Handlungen, die vor dem eigentlichen Geschlechtsverkehr erfolgen. Dazu zählen gegenseitiges Berühren, Küssen, orale Befriedigung, aber auch Massagen. Besonders Frauen ist das Vorspiel wichtig und es dient dazu, beide Partner gleichermassen zu erregen und damit den Akt als solches vorzubereiten.

Voyeur, Voyeurismus

Ein Voyeur hat eine Vorliebe dafür, nackte oder bekleidete Menschen bei sexuellen Handlungen zu beobachten. Voyeurismus als Neigung bezeichnet eigentlich das heimliche Beobachten unwissender Dritten, doch auch als offene Vorliebe hat Voyeurismus mittlerweile seine Anhänger. Voyeure werden sexuell erregt, wenn sie andere bei sexuellen Handlungen beobachten. Damit ergänzen sie sich mit den Exhibitionisten, die es erregt, beim Sex beobachtet zu werden. Treffen sich beide Gruppen in der Öffentlichkeit, um ihren Vorlieben nachzukommen, ist von sogenannten Doggers die Rede.

Xenophilie

Xenophilie ist die Vorliebe für Sex mit Fremden. Menschen mit dieser Neigung sind allen fremden Menschen und Dingen gegenüber besonders aufgeschlossen und empfinden eine besondere, sexuelle Erregung bei sexuellen Begegnungen mit fremden Menschen.

Zofensex

Zofensex ist das Rollenspiel zwischen einem aktiven und einem passiven Partner. Der passive Partner, meist eine Frau, ist als Dienstmädchen bekleidet und ist ihrem Partner zu diensten. Neben ganz banalen Dingen wie dem Anreichen von Dingen umfasst dieses Rollenspiel auch sexuelle Gefälligkeiten. Klassischerweise besteht das Outfit für Zofensex aus einem Dienstmädchenkostüm. Dieses setzt sich aus einer Schürze mit Rüschen, Strümpfen und Handschuhen in Weiss, Stöckelschuhen und einem Oberteil mit Puffärmeln zusammen.

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